Unser Chefvolkswirt äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.
Carsten Brzeski
Chefvolkswirt
Seit März 2013 ist Carsten Brzeski Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING. Er ist seit Anfang 2008 Mitglied des Research Teams der ING Bank und anerkannter Experte für wirtschaftliche und politische Entwicklungen in Deutschland und Europa, einschließlich der Geldpolitik der EZB.
Carsten Brzeski berichtet im Rahmen seiner monatlichen YouTube-Beiträge unter dem Motto „Neues über die Märkte, Neues aus der Wirtschaft“ über aktuelle volkswirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen, Entscheidungen der EZB sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten.
Im vergangenen November war die Ampelkoalition zerbrochen – wie in nicht wenigen Beziehungen war am Ende das liebe Geld das Problem. Am Sonntag durfte Deutschland über den künftigen Kurs des Landes entscheiden, was vermutlich in einer Rückkehr zur (tatsächlich gar nicht mehr so) Großen Koalition resultiert haben dürfte. Unser Chefvolkswirt Carsten Brzeski erklärt im Gespräch mit Franziska Biehl, was der Wahlausgang für die wirtschaftliche Zukunft des Landes bedeuten könnte. Spoiler-Alarm: die große Wende für die Wirtschaft wird vermutlich ausbleiben.
Mehr Menschen als je zuvor verfügen über Ersparnisse – das ist das erfreuliche Ergebnis unserer jüngsten Verbraucherumfrage. Aber werden die deutschen Sparer mit ihren rekordverdächtigen Rücklagen den Konsum ankurbeln und dem Wirtschaftswachstum auf die Sprünge helfen? Im Gespräch mit Franziska Biehl erklärt unser Consumer Economist Sebastian Franke, warum ihn die Umfrageergebnisse in dieser Hinsicht nicht besonders zuversichtlich stimmen.
Auf 9 Billionen Euro bezifferte die Bundesbank im dritten Quartal 2024 das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland. Parallel dazu kletterte der Anteil der Deutschen, die in einer repräsentativen ING-Umfrage vom Dezember 2024 angeben, über Ersparnisse zu verfügen, zum ersten Mal über die 70-Prozent-Marke und damit auf einen neuen Rekordwert.
Der Druck auf Europa wächst. Nicht nur aufgrund von möglichen zusätzlichen Zöllen seitens der USA, diese Woche sind Stahl und Aluminium dran, als auch „reziproke“ US-Zölle, sondern auch aufgrund der derzeitigen Entwicklungen im Ukraine-Krieg. Plötzlich gibt es Bewegung, Trump möchte sogar Putin treffen, doch was bedeutet das für Europa? Und wie beeinflussen die aktuellen Geschehnisse die anstehende Bundestagswahl? Welche Koalitionsmöglichkeiten es gibt und wie es um die Finanzierung der Parteipläne steht, besprechen Carsten Brzeski und Inga Fechner in dieser Podcast-Folge.
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Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen
Zum Feierabend, in gemütlicher Runde, nach dem Sport – oder bei passiver Ausübung im Stadion oder vor dem Fernseher auch währenddessen: Für viele gehört in bestimmten Situationen ein Bier einfach dazu. Doch das gilt offenbar nicht mehr in gleichem Maße wie früher. Wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte, setzten deutsche Brauereien und Bierlager im Jahr 2024 nur noch knapp 83 Millionen Hektoliter oder 8,3 Milliarden Liter des kühlen Gerstensafts ab, 68 Millionen Hektoliter davon im Inland.
Wir sind in der dritten Amts-Woche von US-Präsident Donald Trump angekommen – und das Tempo, mit dem Executive Orders unterzeichnet werden, und das gesamte System USA auf den Kopf gestellt wird, ist rasant. Im Handelsstreit ist der Startschuss gefallen. 25% Zölle auf mexikanische und kanadische Güter, 10% auf Energie aus Kanada und chinesische Güter sollten es sein. Doch nach einigem Hin und Her haben Kanada und Mexiko einen 30-tägigen Aufschub erhalten. China sieht sich hingegen seit Dienstag mit neuen Zöllen konfrontiert und hat bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Was die Zölle für die Wirtschaft bedeuten, wie es im Zollstreit weitergeht, wann die EU an der Reihe ist und was sie Präsident Trump anbieten könnte, besprechen Carsten Brzeski und Inga Fechner in dieser Podcast-Folge.
Der Preis für Liebe ist im vergangenen Jahr überdurchschnittlich stark gestiegen. Enttäuschungen hingegen sind im Preis gefallen. Kurz vorm Valentinstag möchten wir Ihnen mal wieder einen ökonomischen Beziehungstipp an die Hand geben – diesen übergriffigen Service bieten wir ja von Zeit zu Zeit ganz ungefragt an.
Mit der Einführung des Tesla Roadster im Jahr 2008 und dem Model S im Jahr 2012 hat Tesla den E-Automarkt revolutioniert. Mittlerweile beschränkt sich Tesla aber nicht nur auf die Produktion von Elektroautos. Batterietechnologien, das Supercharger-Netzwerk, sowie Solarprodukte und das Arbeiten an großen Energieprojekten befinden sich alle im Portfolio von Tesla. Ein humanoider Haushalts-Roboter namens „Optimus“ und ein kostenpflichtiger autonomer Fahrzeugservice, sprich Robotaxis, sollen die Produktpalette ab diesem Jahr ergänzen. Ist das noch eine Autofirma?
Die Richtung der Leitzinsentwicklung ist schon länger klar – aber inzwischen haben wir auch so etwas wie ein Ziel. Die Europäische Zentralbank will die Leitzinsen aus dem restriktiven Bereich herausbringen. Den neutralen Zins verortet die EZB dabei in der Größenordnung um 2 Prozent herum. Aber wenn das Ziel klar zu sein scheint – warum nimmt der Dampfer EZB dann nicht etwas mehr Fahrt auf? Das und mehr besprechen Carsten Brzeski und Sebastian Franke nach der jüngsten EZB-Ratssitzung, auf der beschlossen wurde, die Leitzinsen wie schon jeweils bei den letzten vier Sitzungen um weitere 25 Basispunkte zu senken.